Kommunikation entscheidet über Leben und Tod!
Wie offene Kommunikation Vertrauen stärkt - am Berg und im Unternehmen.


Vertrauen kann die Zusammenarbeit sowohl im Team als auch im gesamten Unternehmen stark beschleunigen.
Vertrauen entsteht jedoch nicht einfach. Es wächst durch Offenheit, ehrliche Gespräche und das Teilen von Gedanken. Vertrauen kann nur dort entstehen, wo offen und ehrlich kommuniziert wird. Und gerade diese Kommunikation bestimmt oft über Sicherheit und Erfolg.
Gedankenspiel: Du auf Skitour
Stell dir vor, du bist mit Freunden auf einer Skitour. Du übernimmst an diesem Tag die Führung und hast diese Tour im Vorfeld genau geplant. Du hast den Lawinenlagebericht studiert, die Wetterprognose eingeholt und mit einer Entscheidungsstrategie die passende Skitour ausgesucht. Die Tourenwahl ist auf die Verhältnisse und der Fähigkeiten der Gruppe abgestimmt.
Doch am Berg zeigt sich ein anderes Bild. Die Schneeverhältnisse sind angespannter als erwartet, die Sicht wird schlechter und die Orientierung ist schwieriger als gedacht.
Was nun?
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen!
Es gibt Führende, die an ihren Entscheidungen festhalten, nicht reflektieren und im schlimmsten Fall in eine Sackgasse oder ins Verderben steuern. Sie teilen keine Informationen und schon gar keine inneren Unsicherheiten.
Und was macht die Gruppe? Sie schweigt, weil niemand anecken oder sich blamieren will. Und da nach außen selbstsicher geführt wird, denkt sich der ein oder andere: „Der wird schon wissen, was er tut.“
Und so folgt man einfach, obwohl das Bauchgefühl längst Alarm schlägt.
Wenn jemand doch etwas sagt, wird er belächelt oder mit riskanten Sprüchen wie „No risk, no fun“ abgewürgt.
Doch wer offen kommuniziert, wer Bedenken anhört, Wahrnehmungen teilt und gemeinsam entscheidet, schafft Sicherheit. Offenheit und Transparenz sind keine Schwäche, sie sind die Grundlage für Vertrauen und kluge Entscheidungen.
Realität: Eine Erfahrung am Ortler
Eine Situation hat mir wieder mal eindrücklich gezeigt, dass diese Prinzipien mehr als Theorie sind.
Mein Gast und ich starteten um zwei Uhr früh bei klarem Sternenhimmel von unserem Camper in Sulden (Italien). Neben uns stand nur ein weiterer Bus mit zwei Bergsteigern. Unser Skitourenziel war der 3905 Meter hohe Ortler über die Minnigeroderinne und mit der Abfahrt über die Trafoier Eisrinne. Laut meiner Tourenplanung sollte es ein großartiger Tag werden.
Doch schon unterhalb der Hintergrathütte änderte sich das Bild. Es lag viel mehr Neuschnee als prognostiziert und der Wind hatte Verfrachtungen verursacht. Ich sprach das sofort an: „Nicht optimal. Mal sehen, wie’s weiter oben aussieht.“
Kurz darauf zog der Himmel unerwartet zu und die Sicht wurde schlecht. Ich teilte offen meine Gedanken: „Wenn die Sicht nicht besser wird, müssen wir umkehren.“
Der Erfolgsdruck war spürbar. Der Kunde hatte sich zwei Tage freigenommen, der Ortler stand lange auf seiner Bucketlist, und ich hatte gesagt, die Verhältnisse seien gut. Ich wollte ihn natürlich nicht enttäuschen. Und schließlich zahlt er ja für das Bergerlebnis. Aber auch für die größtmögliche Sicherheit.
In der Hoffnung auf bessere Sicht gingen wir noch etwas weiter. Denn nur mit einer ausreichenden Sicht lassen sich Gefahrenstellen erkennen. Ich erklärte kontinuierlich, welche Überlegungen ich anstellte und warum ich Bedenken habe. Dann kam der Moment der Klarheit: „Wir drehen um. Das Risiko ist zu hoch!“
Die Entscheidung wurde akzeptiert, ohne Diskussion. Warum?
Weil ich meinen Gast in jeden Gedankenschritt eingebunden hatte. Es war keine plötzliche Hiobsbotschaft, sondern ein gemeinsamer Prozess.
Im Nebel suchten wir uns durch den Gletscher nach unten, bis nach zehn Minuten die Sicht besser wurde und der blaue Himmel zu sehen war. Ein Traumtag, Pulverschnee und scheinbar perfekte Bedingungen. Wir hielten inne, blickten hinauf und bissen uns innerlich in den Allerwertesten. Ein zweiter Versuch war an diesem Tag keine Option.
Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass die zwei anderen Bergsteiger, die über eine andere Route aufgestiegen sind, in einer Lawine ums Leben kamen. Das veränderte alles. Unsere Enttäuschung wich tiefer Demut und Dankbarkeit. Wir waren froh, umgekehrt zu sein.
Erst 1 Jahr später hat für uns alles gepasst. Wir standen bei besten Bedingungen am König Ortler und sind zutiefst dankbar.


Transfer ins Unternehmensumfeld
Was am Berg über Leben entscheiden kann, wirkt im Unternehmen auf Erfolg und Zusammenarbeit. Führungskräfte, die transparent ihre Überlegungen, Risiken und Entscheidungen teilen, holen ihr Team ins Boot. Mitarbeitende verstehen den Hintergrund von Entscheidungen, fühlen sich ernst genommen und trauen sich, eigene Ideen einzubringen und Bedenken zu äußern.
So entsteht das, was Teams wirklich stark macht: gegenseitiges Vertrauen, geteilte Verantwortung und gemeinsame Entscheidungen.
Next step:
Wenn du als Führungskraft oder mit deinem Team gezielt an der Kommunikation arbeiten willst, um durch Offenheit und Transparenz ein wertschätzendes Miteinander erreichen willst, einen starken Teamgeist aufbauen und eure Ziele einfacher erreiche willst, kann ein professionelles Führungskräfte- oder Teamcoaching der nächste Schritt sein.
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