Warum scheitern Neujahrsvorsätze?
Erfahre, was dich hemmt und wie du deine Ziele wirklich erreichst.


Menschen starten jedes Jahr mit großen Neujahrsvorsätzen.
Sie wollen mehr Sport machen, gesünder leben, erfolgreicher werden, mehr Geld verdienen oder alte Gewohnheiten loslassen. Doch oft passiert dasselbe wie im letzten Jahr. Nach wenigen Wochen ist alles wieder wie vorher und die gesetzten Vorsätze verlaufen im Sand.
Viele glauben dann, ihnen fehle Disziplin oder Willenskraft. Die Wahrheit ist jedoch viel komplexer. Wer Ziele wirklich erreichen möchte, muss verstehen, wie das Unterbewusstsein arbeitet, welche Rolle das Umfeld spielt, welche tieferen Gewinne hinter unseren Zielen stehen und welche Bedürfnisse im Spiel sind, die wir manchmal unbewusst verlieren.
Die drei wichtigsten Erkenntnisse für deine Zielerreichung:
Ziele müssen vorstellbar sein. Dein Unterbewusstsein braucht klare Bilder und Emotionen, um Motivation zu erzeugen.
Beachte Primärgewinn, Sekundärgewinn und Terzergewinn. Frage dich, was du persönlich gewinnst, welche zusätzlichen Vorteile du erhältst und welchen Nutzen andere haben, wenn du dein Ziel erreichst. So wird das Ziel realer und emotional aufgeladen.
Mach dein Ziel abhängig von dir selbst und ersetze alte Bedürfnisse. Kleine tägliche Schritte, die du selbst beeinflussen kannst, schaffen Momentum und langfristigen Erfolg. Gleichzeitig erkennst du, welches Bedürfnis die alten Gewohnheiten befriedigt, und findest Ersatzhandlungen, die dich nicht zurückwerfen.
Wenn du diese Prinzipien verinnerlichst, verändern sich Neujahrsvorsätze von einem abstrakten Wunsch zu konkreten, greifbaren Zielen. Dein Ziel wird nicht nur ein Gedanke, sondern ein Erlebnis, das dein Unterbewusstsein aktiv unterstützt.
Veränderung wird so nicht zum Kampf, sondern zu einem natürlichen Prozess, der dich emotional, beruflich und persönlich weiterbringt.
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Ziele müssen erlebbar sein
Viele Vorsätze scheitern, weil sie zu allgemein sind. Sätze wie "Ich möchte erfolgreicher sein" oder "Ich will abnehmen" sind für unser Gehirn schwer greifbar.
Hierfür kann der Ansatz der SMART-Ziele hilfreich sein. Bei Zielen müssen wir ein paar Dinge berücksichtigen, damit sie auch umgesetzt werden. Jeder Buchstabe von SMART steht für einen wesentlichen Punkt für dein Ziel:
Spezifisch: Was genau? (z.B: 5 kg abnehmen)
Messbar: Ist das Ziel-Erreichen überprüfbar?
Attraktiv: Willst du es wirklich erreichen?
Realistisch: Ist es auch umsetzbar?
Terminiert: Bis wann möchtest du dein Ziel erreicht haben?
Für dein Ziel solltest du dich mit allen Punkten befassen.
Wenn du dein Ziel auch tatsächlich erreichen willst, entsteht Willenskraft. Willenskraft alleine reicht aber nicht, um bei langfristigen Zielen dranzubleiben. Sie ist begrenzt und kostet Energie.
Wesentlich wirksamer ist Vorstellungskraft. Unser Unterbewusstsein arbeitet mit Bildern, Gefühlen und inneren Erlebnissen. Wenn du dir dein Ziel vorstellen kannst , beginnt dein System automatisch darauf hinzuarbeiten.
Genau hier setzt eine andere Art von SMARTen-Zielen an. Hierbei geht es nicht nur um spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Wichtig ist, dass Ziele nicht nur spezifisch, sondern auch sinnesspezifisch sind. Sinnesspezifisch bedeutet, dass du dein Ziel mit allen Sinnen (sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken) erleben kannst. Wir hören immer wieder von Zielvisualisierungen, was ein super Ansatz ist. Noch effektiver ist es, wenn du dein Ziel mit all deinen Sinneskanälen wahrnimmst.
Wie kannst du das umsetzen?
Wenn du dein Ziel für dich nach den SMART-Kriterien definiert hast, stell dir vor, wie du dein Ziel bereits erreicht hast.
Mache dazu eine Übung:
Stelle dich hin und nimm eine aufrechte Haltung ein. Grinse ein wenig. Schließe die Augen und versetze dich gedanklich in eine Situation, in der du dein Wunsch-Ziel bereits erreicht hast.
Nimm nun diese Situation bewusst wahr und erlebe sie durch jeden Sinneskanal, den du wahrnehmen kannst:
Was siehst du in dieser Situation alles?
Was kannst du alles hören?
Wie fühlt es sich an, jetzt, wo du dein Ziel erreicht hast?
Schmeckst oder riechst du vielleicht auch was?
Ich empfehle dir diese sinnensspezifische Wahrnehmung deines Ziels täglich für 1 Minute durchzuführen. Das stärkt die Vorstellungskraft und fördert deine Motivation.
Der nächste wichtige Punkt heisst aktionsorientiert. Das bedeutet, dass dein Ziel durch dich mit deinen Ressourcen erreichbar sein soll, ohne auf andere angewiesen zu sein. So hast du das eigene Ziel selbst in der Hand.




Primärgewinn, Sekundärgewinn und Teritiärgewinn verstehen und warum sie bei Zielen wichtig sind.
Ein zentraler Punkt, um Motivation zu fördern und Zielverhalten besser zu verstehen, liegt im Konzept von Primärgewinn, Sekundärgewinn und Terzergewinn. Diese Begriffe stammen ursprünglich aus der klinischen Psychologie und beschreiben unterschiedliche Arten von Belohnungen oder Vorteilen, die Menschen oft unbewusst anstreben oder erleben.
Primärgewinn steht für den inneren, psychologischen Vorteil, den du direkt erlebst, wenn ein Ziel erreicht ist. Er ist tief in deinem Erleben verankert und betrifft vor allem dein Wohlbefinden, deine Identität und deine inneren Bedürfnisse.
In Bezug auf Ziele bedeutet das: Wenn du beispielsweise 5.000 Euro im Monat verdienen willst, kann dein Primärgewinn darin bestehen, dass du ein Gefühl von Sicherheit, Selbstvertrauen oder innerer Freiheit gewinnst. Dieser Gewinn ist direkt mit deiner persönlichen Motivation verbunden und oft der wichtigste innere Antrieb.
Sekundärgewinn beschreibt die externen oder zusätzlichen Vorteile, die du bekommst, wenn das Ziel erreicht ist. Diese Vorteile sind nicht der Hauptgrund für dein Ziel, verstärken aber deine Motivation. Beim Beispiel mit dem Einkommen wären das Vorteile wie z. B. anderer Lebensstil und mehr Handlungsmöglichkeiten, die sich erst ergeben, wenn deine finanzielle Basis stabil ist. Diese zusätzlichen positiven Folgen machen das Ziel emotional greifbarer und stärken den Willen, es zu verwirklichen, weil du dir bereits ausmalen kannst, wie dein Leben dadurch reicher wird.
Teritiärgewinn bezieht sich auf den Nutzen für andere Personen / dein soziales Umfeld, der entsteht, wenn du dein Ziel erreichst. Im Beispiel des höheren Einkommens kann das bedeuten, dass sich die Lebensqualität deiner Familie verbessert oder dass dein Team von deiner Weiterentwicklung, deinem Wissen oder deinen Investitionen profitiert.
Dieser Gewinn ist nicht direkt für dich, aber er kann trotzdem deine Motivation erhöhen, weil Menschen oft auch unbewusst positive Rückmeldungen oder Anerkennung aus ihrem sozialen Umfeld aufnehmen und das eigene Ziel dadurch bestärkt wird.
Wenn du deine Ziele nur auf das konzentrierst, was du äußerlich erreichen willst, übersiehst du oft wichtige Motivatoren. Die Unterscheidung zwischen Primär‑, Sekundär‑ und Teritiärgewinn hilft dir, tiefer zu verstehen, warum du ein Ziel überhaupt verfolgen willst und welche inneren oder sozialen Belohnungen dabei eine Rolle spielen. Das macht deine Motivation klarer und stärker, weil du nicht nur eine Zahl, ein Ergebnis oder eine Leistung anstrebst, sondern auch erkennst, welchen inneren und sozialen Wert dein Ziel wirklich hat.
Das Umfeld als Erfolgsfaktor
Nicht alle scheitern an mangelnder Motivation. Oft hindert das Umfeld. Wer etwas erreicht, was andere noch nicht geschafft haben, hält ihnen unbewusst den Spiegel vor. Das kann zu Zweifeln oder Kritik führen. Kommentare wie Mach das lieber nicht, das ist riskant sind häufig mehr Selbstschutz der anderen als echte Fürsorge.
Deshalb ist es entscheidend, dich mit Menschen zu umgeben, die dich unterstützen, inspirieren oder bereits dort sind, wo du hinwillst. Sparringspartner, Mentoren und Gleichgesinnte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass du dranbleibst, erheblich.
Verlustangst und Bedürfnisse erkennen
Ein weiterer Grund, warum Ziele scheitern, ist Verlustangst. Genauer gesagt geht es um die Angst, ein Bedürfnis zu verlieren. Menschen fürchten Verluste stärker, als sie Gewinne genießen (Verlustaversion). Das kann z.B. beim Schritt in die Selbstständigkeit passieren. Du gewinnst Freiheit, verlierst aber die Sicherheit eines Fixgehalts. Beim Sport gewinnst du Gesundheit, verlierst aber die entspannte Zeit auf der Couch.
Verlustangst betrifft nicht nur dich persönlich, sondern kann auch dein Umfeld betreffen. Wenn du ein Ziel verfolgst, das dein Leben verändert, kann sich dein Partner, deine Familie oder dein soziales Umfeld bedroht oder unsicher fühlen, weil es auch ihr Leben verändern kann.
Zum Beispiel kann ein Partner Angst haben, dass durch die neue Karriere oder die zusätzliche Zeit für ein Projekt die gemeinsame Zeit oder die finanzielle Sicherheit reduziert wird, oder auch die Stabilität der Beziehung gefährdet ist. Diese unbewussten Ängste können dazu führen, dass dein Umfeld dich unbewusst bremst, kritisiert oder zurückhält, auch wenn sie dir nichts Böses wollen.


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