Warum scheitern Neujahrsvorsätze?
Erfahre, was dich hemmt und wie du deine Ziele wirklich erreichst.


Menschen starten jedes Jahr mit großen Neujahrsvorsätzen.
Sie wollen mehr Sport machen, gesünder leben, erfolgreicher werden, mehr Geld verdienen oder alte Gewohnheiten loslassen. Doch oft passiert dasselbe wie im letzten Jahr. Nach wenigen Wochen ist alles wieder wie vorher und die gesetzten Vorsätze verlaufen im Sand.
Viele glauben dann, ihnen fehle Disziplin oder Willenskraft. Die Wahrheit ist jedoch viel komplexer. Wer Ziele wirklich erreichen möchte, muss verstehen, wie das Unterbewusstsein arbeitet, welche Rolle das Umfeld spielt, welche tieferen Gewinne hinter unseren Zielen stehen und welche Bedürfnisse im Spiel sind, die wir manchmal unbewusst verlieren.
Die drei wichtigsten Erkenntnisse für deine Zielerreichung:
1. Ziele müssen S.M.A.R.T. und sinnesspezifisch vorstellbar sein.
2. Beachte den Primär-, Sekundär- und Teritiärgewinn, wenn du dein Ziel erreicht hast.
3. Suche dir ein Umfeld, dass dich beim Erreichen deiner Ziele fördert.
Wenn du diese Prinzipien verinnerlichst, verändert sich dein Neujahrsvorsatz von einem abstrakten Wunsch zum konkreten, greifbaren Ziel. Dein Ziel wird nicht nur ein Gedanke, sondern ein Erlebnis, das dein Unterbewusstsein aktiv unterstützt.
Viel Erfolg beim erreichen deiner Ziele!
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Ziele müssen erlebbar sein
Viele Vorsätze scheitern, weil sie zu allgemein sind. Sätze wie "Ich möchte erfolgreicher sein" oder "Ich will abnehmen" sind für unser Gehirn schwer greifbar.
Hierfür kann der Ansatz der S.M.A.R.T.-Ziele hilfreich sein. Jeder Buchstabe von S.M.A.R.T. steht für einen wesentlichen Punkt für dein Ziel:
Spezifisch: Was genau?
Messbar: Ist das Ziel-Erreichen überprüfbar?
Attraktiv: Willst du es wirklich erreichen?
Realistisch: Ist es auch umsetzbar?
Terminiert: Bis wann möchtest du dein Ziel erreicht haben?
Für dein Ziel solltest du dich mit allen Punkten befassen.
Wenn du dein Ziel auch tatsächlich erreichen willst, entsteht Willenskraft. Willenskraft alleine reicht aber nicht, um bei langfristigen Zielen dranzubleiben. Sie ist begrenzt und kostet Energie.
Wesentlich wirksamer ist Vorstellungskraft. Unser Unterbewusstsein arbeitet mit Bildern, Gefühlen und inneren Erlebnissen. Wenn du dir dein Ziel vorstellen kannst , beginnt dein System automatisch darauf hinzuarbeiten.
Ziele sinnesspezifisch wahrnehmen.
Wenn du dein Wunsch-Ziel genau definiert hast, ist der nächste Schritt es dir auch sinnesspezifisch vorzustellen. Sinnesspezifisch bedeutet, dass du dein Ziel mit allen Sinnen (sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken) erleben kannst. Wir hören meist nur von Zielvisualisierungen, was ein super Ansatz ist. Noch effektiver ist es, wenn du dein Ziel mit all deinen Sinneskanälen wahrnimmst.
So kannst du es umsetzen?
Definiere dein Ziel zuerst nach den S.M.A.R.T.-Kriterien und stell dir nun vor, wie du dein Ziel bereits erreicht hast.
Mache dazu eine Übung:
Stelle dich in einer aufrechten Körperhaltung hin. Grinse ein wenig. Schließe die Augen und versetze dich gedanklich in die Situation, in der du dein Wunsch-Ziel bereits erreicht hast.
Nimm nun diese Situation bewusst wahr und erlebe sie durch jeden Sinneskanal, den du wahrnehmen kannst:
Was siehst du in dieser Situation alles?
Was kannst du alles hören?
Wie fühlt es sich an, jetzt, wo du dein Ziel erreicht hast? Und wo fühlst du es im Körper?
Schmeckst oder riechst du vielleicht auch was?
Ich empfehle dir diese sinnensspezifische Wahrnehmung deiner Zielerreichung regelmäßig durchzuführen. Das stärkt die Vorstellungskraft und fördert deine Motivation.




Primär-, Sekundär- und Teritiärgewinn verstehen und warum sie bei Zielen wichtig sind.
Ein zentraler Punkt, um Motivation zu fördern und Zielverhalten besser zu verstehen, liegt im Konzept von Primär-, Sekundär- und Teritiärgewinn. Diese Begriffe stammen ursprünglich aus der klinischen Psychologie und beschreiben unterschiedliche Arten von Belohnungen oder Vorteilen, die Menschen oft unbewusst anstreben oder erleben.
Primärgewinn ist aus psychologischer Sicht der erste spürbare Erfolg, wie Freude, Stolz, Erleichterung, gesteigertes Selbstvertrauen oder z.B. eine Gehaltserhöhung direkt nach der Zielerreichung. Dieser Gewinn ist direkt mit deiner persönlichen Motivation verbunden und oft der wichtigste innere Antrieb.
Sekundärgewinn beschreibt die zusätzlichen Vorteile, die du erhältst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Diese Vorteile sind nicht der Hauptgrund für dein Ziel, verstärken aber deine Motivation. Beim Beispiel mit der Gehaltserhöhung wären das Vorteile wie z. B. anderer Lebensstil und mehr Handlungsmöglichkeiten, die sich erst ergeben, wenn deine finanzielle Basis stabil ist. Diese zusätzlichen positiven Folgen machen das Ziel emotional greifbarer und stärken den Willen, es zu verwirklichen, weil du dir bereits ausmalen kannst, wie deine Lebensqualität dadurch verbessert wird.
Teritiärgewinn bezieht sich auf den Nutzen für dein soziales Umfeld, der entsteht, wenn du dein Ziel erreicht hast. Im Beispiel des höheren Einkommens kann das bedeuten, dass sich die Lebensqualität deiner Familie verbessert oder dass sich deine positive Energie auch positiv auf dein Umfeld auswirkt.
Dieser Gewinn ist nicht direkt für dich, aber er kann trotzdem deine Motivation erhöhen, weil Menschen oft auch unbewusst positive Rückmeldungen oder Anerkennung aus ihrem sozialen Umfeld aufnehmen und das eigene Ziel dadurch bestärkt wird.
Die Unterscheidung zwischen Primär‑, Sekundär‑ und Teritiärgewinn hilft dir, tiefer zu verstehen, warum du ein Ziel überhaupt verfolgen willst und welche inneren oder sozialen Belohnungen dabei eine Rolle spielen. Das macht deine Motivation klarer und stärker, weil du nicht nur eine Zahl, ein Ergebnis oder eine Leistung anstrebst, sondern auch erkennst, welchen inneren und sozialen Wert dein Ziel wirklich hat.
Das Umfeld als Erfolgsfaktor
Oft hindert uns das Umfeld. Wer etwas erreicht, was andere noch nicht geschafft haben, hält ihnen unbewusst den Spiegel vor. Kommentare wie Mach das lieber nicht, oder das ist riskant sind häufig mehr Selbstschutz der anderen, als echte Fürsorge.
Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen, inspirieren oder bereits dort sind, wo du hinwillst. Coaches, Mentoren und Gleichgesinnte erhöhen die Wahrscheinlichkeit dranzubleiben.
Verlustangst
Ein weiterer Grund, warum Ziele scheitern, ist Verlustangst. Menschen fürchten Verluste stärker, als sie sich über Gewinne freuen (Verlustaversion). Das kann z.B. beim Schritt in die Selbstständigkeit passieren. Du gewinnst Freiheit, verlierst aber die Sicherheit eines Fixgehalts. Beim Sport gewinnst du Gesundheit, verlierst aber die entspannte Zeit auf der Couch.
Verlustangst betrifft nicht nur dich persönlich, sondern kann auch dein Umfeld betreffen. Zum Beispiel kann ein Partner Angst haben, dass durch die neue Karriere oder die zusätzliche Zeit für ein Projekt die gemeinsame Zeit oder die finanzielle Sicherheit reduziert wird. Diese Ängste können dazu führen, dass dein Umfeld dich unbewusst bremst, kritisiert oder zurückhält, auch wenn sie dir nichts Böses wollen.
Anstatt dich mit den Ängsten zu beschäftigen, solltest du dich auf deinen Gewinn konzentrieren.


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